Zen … und Gottes-Bewußtsein

Zen … und Gottes-Bewußtsein

9. Dezember 2020 0 Von Michael Muschke


„Höhere Bewußtseins-Zustände werden durch grundlegende Charakteristiken unterschieden. Sie sind generell nicht vollkommen vom Intellekt zu erfassen. Die hier geschriebenen Worte sollten als Richtungs-weisend verstanden werden. Es ist wichtig, dies im Geist zu bewahren.“


Wir unterscheiden drei relative und vier kosmische Bewußtseins-Zustände … wobei das transzendetale Bewußtsein genaugenommen nicht wirklich etwas ist oder besprochen werden kann.

Die drei realtiven Bewußtseins-Zustände:

+ Schlafen

+ Träumen

+ Wachen

Die vier höheren Bewußtseins-Zustände:

+ Transzendentales Bewußtsein

+ Kosmisches Bewußtsein

+ Gottes-Bewußtsein

+ Einheits-Bewußtsein


Ich erinnere mich noch an die Zeit, in welcher ich vollkommen unbelastet und kindlich-unbefangen an meine Suche nach Erleuchtung herangegangen bin. Wahrscheinlich fragst Du Dich gerade, wieso ich nicht mit den höheren Bewußtseins-Zuständen fortfahre, sondern mit meinen persönlichen Erinnerungen kokettiere. Wenn nicht … ist’s natürlich auch kein Problem. Es liegt ganz einfach daran, daß die höheren Bewußtseins-Zustände NICHT ohne die relativen Aspekte – Schlafen, Träumen, Wachen auskommen. Generell ist es vielleicht gut, an dieser Stelle noch einmal auf etwas hinzuweisen.

„Mindestens genauso wichtig wie eine Information in einem
Text, ist die Struktur, in welcher diese
dargeboten wird.“

Es ist das gleiche, wie mit der Ascorbinsäure bzw. dem Orgasmus … natürlich nur beispielhaft. Von Ascorbinsäure wissen wir, daß sie, in einer Zitrone natürlich synthetisiert ein breiteres Spektrum an Wirkungen aufweist, als wenn sie im Erlenmeier-Kolben geköchelt wurde. Vom Orgasmus ist bekannt, daß es für die meisten Menschen einen Unterschied darstellt, ob ein Latex- bzw. Akku-betriebener Lover oder charmanter Paradiesvogel sein Werk vollbrachte. Kurz und gut die Art und Weise wie etwas geschieht, bestimmt den qualitativen Wert des Werkes mit. Es ist mir vollkommen bewußt, daß ein Akku-Lover durchaus seine Vorzüge hat. Er labert nicht, kann immer Ladegerät vorausgesetzt und beklagt sich auch nicht, selbst wenn ihm längere Zeit keine Aufmerksamkeit geschenkt wird (Tiefen-Entladung der Akkus beachten!). Zurück zu den Bewußtseins-Zuständen.

Im transzendentalen Bewußtsein ist jegliche Zweiheit aufgehoben. Aufgehoben ist definitionsbedingt nicht ganz korrekt. Es gibt keine Projektionsflächen, keine Gedanken, Empfindungen … keine Engel, keine Farben, keinen Herzschlag … kein Lust und keine Tiefen-Entladungs-Hinweise. Es ist keine Wahrnehmung, kein Wissen, kein Wunsch vorhanden. Das, was beobachten könnte, IST … ohne ein Zweites.

Im kosmischen Bewußtsein wird die Identifikation mit dem individuellen Körper aufgehoben. Es wird erkannt, daß Zeit, Erfahrung, Lust & Latex-Lover, Engel, Wünsche, Farben und dergleichen an das Individuum gekoppelt sind. All diese Aspekte lassen das Individuum bunt und dynamisch schillern. Das Selbst erscheint im kosmischen Bewußtsein aber als das was es ist frei. Schillern und Freiheit werden simultan wahrgenommen. Anders ausgedrückt … es wird das transzendentale Bewußtsein mit einem der relativen Zustände GLEICHZEITIG wahrgenommen. Es verbleibt allerdings eine subtile Trennung zur Umwelt und genau dies führt zu einer Art kosmischen Depression … in welcher viele Erleuchtete in der Vergangenheit ihr Dasein pflichten mußten!

Gottes-Bewußtsein ist per Definition ein Zustand, in welchem der Egoismus sein Ende gefunden hat. Schauen wir uns einmal an, ob wir hilfreiche Hinweise finden.
Alle Aspekte des kosmischen Bewußtseins sind auch im Gottes-Bewußtsein zu finden. Wenn ein kosmisch bewußtes Individuum (wieder eine irreführende Definition) sich mit einem Paradiesvogel zusammentut, werden beide Individuen als (das gleiche) Selbst erfahren. Es handelt sich dabei nicht um ein intellektuelles Verständnis, sondern einen Zustand, der sich natürlich einstellt. Erinnere Dich an das Beispiel mit dem Unfall im letzten Blog. Und noch einmal:

Kosmische Zustände sind keine intellektuellen Überlegungen,
sondern temporäre oder stabile Zustände der
Wahrnehmung durch ein
Individuum.“


Wenn Du ein aufmerksamer Leser meiner Schriften bist wovon ich ausgehe wirst Du Dir wahrscheinlich auch eigene Gedanken machen. Vielleicht hast Du schon einige Erfahrungen mit dem Einfließen kosmischen Bewußtseins sammeln können. Wenn dem so ist, kennst Du die idiotischen Argumente Deines Intellekts nach einem solchen Vorfall. Verwechsele diese beiden Situationen nicht. In jenen Augenblicken, wenn das kosmischen Bewußtsein die Wahrnehmung übernimmt, ist alles klar. Danach startet die Reflektion. Keine noch so genaue Analyse, wird jemals auch nur ansatzweise an die eigentliche Wahrnehmung für die Situation heranreichen.

Das Einheits-Bewußtsein heben wir und für den nächsten Blog auf. Es ist ein besonderes Kapitel und auch wenn ich nicht viel darüber schreiben kann, das Thema; Höhere-Zustände-des-Bewußtseins, hat noch einiges zu bieten.

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…m…

Beitragsbild: Paradiesvogel-Blume Josch 13 (Deutschland)