Wo Oliven zu holen sind

Wo Oliven zu holen sind

19. April 2021 0 Von Michael Muschke


„Wenn man auf einem Berg wohnt, beginnt der
Frühling später. Dafür hat man allerdings
gute Chancen, daß der Herbst ein
paar Wochen früher beginnt“

Heute war es endlich mal wieder so weit. Nach vielen Monaten mit Eis, Schnee und Salz auf den Straßen, zeigte die Piste sich frei von diesen winterlichen Erscheinungen.

Aufgestanden war ich früh so gegen 3:20 Uhr. Einen Liter mineral-armes Wasser, Morgentoilette (smal) und Meditation. Dann ein paar Seiten im neuen Buch. 7:15 Uhr ein Bißchen Oudh Trat Royal (traditionelle Herstellung) an den Haaransatz, und ab in Richtung Finanzamt die Steuererklärung in diesem Jahr VOR dem Stichtag abgeben.

Dem GT hat’s gefallen, er wollte nicht gleich wieder umkehren, um in der Garage zu stehen und seinem Dasein zu pflichten. Mir ging es ähnlich obwohl ich mehr erlebe, als mein geliebter GT. Also weiter, in Richtung Montafon!

Erinnerungen steigen auf – die Vergangenheit sollte man ruhen-lassen aber an den Erinnerungen darf man sich schon erfreuen sofern man denn kann. Ich kann und fahre auf der Nebenstrecke, um der Maut zu entkommen. LKW’s auf der anderen Seite endlos zieht sich die Schlange und mein Rückweg sollte ich anders planen. Der Grund: Die Zollabfertigung war schon leichter.

Auf der Fahrt – Reiher und Störche. Anders als bei uns in den Bergen, herrscht hier auf See-Höhe schon Frühling. Magnoilien-Bäume blühen, die Lärchen haben schon ihre Nadeln und alles in allem herrscht lautes Getöse – die Vogelwelt! Auf dem Weg gibt es ein paar tolle Läden. Traditionelle Backwaren in echter Bio-Qualität. Ich komme am urigen Roggenbrot nicht vorbei. Ein halbes sollte/darf es schon sein mit kanpp 2 Kilo Lebendgewicht wird es von einer asiatischen Schönheit verpackt und mir überreicht. Nicht ganz 8,00 Euro wäre der Weg nicht so weit

Meine Lieblingsoliven bekomme ich auch. Aus Frankreich kommen sie – mit Stein und Kräutern und OHNE Eisen-III-Oxid. Noch ein paar Kilo Meersalz aus dem schönen Slovenien. Das Leben hat immer noch so viele gute Seiten. Tanken muß ich nicht zwangsläufig aber, – 1,09 der Liter – es lohnt sich schon für den Sprit öfter mal in diese Richtung zu fahren.
Dann noch bei Optiker vorbei – die Lesebrillle hat’s erwischt und muß gerichtet werden. Auch dies wird prompt erledigt, sogar zum Null-Tarif. Es ist gut Titan zu benutzen. Jedes andere Material hätte die grobe Behandlung nicht überstanden.

Den Rückweg nehme ich etwas westlicher mit Umweg und komme ohne Stau zurück. Heute Abend gibt es Maishähnchen. Ein paar Schenkel warten organge-rot darauf, gebraten zu werden. Nun ist der Moment für eine echte Brotzeit gekommen. Beste Butter aus der Region – 1,80 pro 250 Gramm und Walnuß-Camenbert, für 1,40 je 125 Gramm.

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Beitragsbild: ›Brot‹ Ina Lübeck Hertel (Deutschland).