Journey Toward Emptiness

Journey Toward Emptiness

22. Oktober 2020 0 Von Michael Muschke


Und dann bricht auf einmal Deine
Welt auseinander!

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Du rechnest nicht damit – ißt friedlich Deinen Kuchen, gehst durch die Straßen und läßt Dich von der warmen Luft verwöhnen. Du freust Dich auf die weichen, vollen Lippen – gehst nicht nach Hause … kannst einfach nicht mehr der alte ›…….‹ sein. Wenn Du zurückgehst und durch die Tür Deiner angehäuften Gewohnheit schleichst, wirst Du nur Wiederholen und das ist unmöglich geworden!

Einen Moment lang vergißt Du all Deine Zukunftspläne und im selben Moment kommt die Erinnerung in Dir hoch – die warmen Lippen, das sanfte Lächeln … die schönen Augen. Deine Vermutung lag vollkommen daneben! Es gab keinen Grund die Beziehungen immer und immer wieder zerbrechen zu lassen. Du siehst das jetzt – auf den alten Bildern – abgespeichert und der Vergessenheit übergeben. Es ist alles da, es gibt keinen Betrug mehr. Du siehst das, Dir gegenüber gebrachte Vertrauen, die bedingungslose Hingabe – die Liebe, welche zwischen Dir und den Menschen floß immer fließt – den Glauben, der in Dich gesetzt worden war.

Es ist fast unerträglich, sich all dessen bewußt zu werden und nichts ändern zu können. Dann trifft Dich der nächste Blitz. Deine Erkennntnis, Dein Aufschrei, Dein Schreiben … all das ist schon etwas – etwas, das geschieht – es verändert etwas!

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Ein Zuhause im Norden Deutschlands Dezember 2011

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Es ist, als würden Deine Zellen – wie in einer Zentrifuge – aus Deinem Körper heraus-geschleudert werden. Dein Körper wird – Zelle für Zelle … nach und nach – aus seinem Zentrum an den Rand der Galaxie geschleudert. Danach aus der Galaxie hinaus in die dunkel-blau-schwarze Endlosigkeit. Weiter und immer weiter … bis keine Zellen mehr in Deinem Körper vorhanden sind.

Aber Du befindest Dich nun im ›Flow‹ Meister Hora löst seinen Pakt mit der Unendlichkeit. Kurze Unterbrechungen folgen. Ein Atemzug, eine Stunde … Meditation. Die Zeit – aus einem artesischen Brunnen schien sie hervorzusprudeln – brachte all die Erinnerung, die Verzweiflung … den Schmerz. Natürlich wolltest Du all das nicht sehen, nicht darüber Nachdenken und lieber den Gefühlen entrinnen!

Die Unerträglichkeit der einstiegen Situation – geboren aus dem Gedanken, nicht geliebt oder verstanden zu werden – hier liegt sie nun. Eine Perlenkette aus Enttäuschungen. Nur ein kleines bißchen Anhalten – still werden – hätte ausgereicht. Es ist jetzt nicht anders – Du bist nur stiller!

Der Gletscher beginnt sich zu verflüssigen – abzuschmelzen. Die einzelnen Puzzle-Stücke – die einzelnen Akkorde Deiner Reise – sie gehören alle zusammen … ergeben einen Sinn. Der Schmerz in diesem Augenblick ist ein Teil der Freude auf Deinem Weg … nicht mehr und nicht weniger. Er ist nicht gut oder schlecht. Nicht unerträglich oder ›ignorier-bar‹. Er ist einfach, … alles ist einfach!

Zu wissen, wo man hingehört Dezember 2011

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Alles macht Sinn – nur muß die Sicht dafür vorbereitet werden. Wie in einem Haus, mußt Du die Kabel für die Steckdosen legen, die Steckdosen einbauen, die Gerätestecker einstecken … die Geräte einschalten. Erkenntnis dröhnt herbei. Ungehindert – durch Zellen und Gewebe – dringt sie nun in Dein Bewußtsein … durchsetzt den subtil-substanzlosen Raum. Endlose Einheit – Stille. Überall.

Du bist all das und ich bin es auch.

„Ich habe nichts dafür getan … nur an meiner Angst vor der nächsten Verletzung, Enttäuschung oder dem Alleinsein festgehalten. Kein Zuhause, keine Wahrnehmung, für die Menschen um mich herum … isoliert in der eigenen Vorstellung! Ich hatte alles und erst jetzt ist es klar. Mit dem Verlust der Egozentrik bleibt auch dem Konzept der Anhaftung nur noch die Leere.

In schlichter Schönheit spiegelt sich nun das Bewußtsein. Wie eine Gruppe von Bäumen, in einem ruhigen See. Du kannst dies nun ungefiltert, ungehindert wahrnehmen. Das Ego trübt die Sicht nicht mehr

der Tiefschlaf ist vorüber. Die Welt der Träume – Bewegungen im Feld – stetiges Erwachen. Tiefschlaf, Traum & Wachbewußtsein verschmelzen zu einer einzigen Wirklichkeit. Transzendentale Wirklichkeit. Es ist nie anders gewesen! Überall das Leben ist Fülle. Fülle und Leere sind ein und dasselbe. Anmut, Stille und Schönheit – anmutig-stille Schönheit. Überall – immer.

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See im Alpstein-Gebirge (Schweiz) 2001

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Jede einzelne Erfahrung ist Vorbereitung
Stille

Stille

Stille

Stille

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…m…