Sonntag, 11:15 Uhr

Sonntag, 11:15 Uhr

11. Oktober 2020 0 Von Michael Muschke


Signature Blog – › Reflection

Es ist Sonntag. Seit einer Woche blogge ich nun und es beansprucht seinen Raum in meinem Tagesablauf. Ich habe mir damit einen weiteren Wunsch erfüllt und erfahre Freude.

Freude & Glück lassen sich durch einen ganz einfachen Trick vervielfachen – wir sollten sie/es teilen. Es gibt offensichtlich Wahrheiten, die sich der konventionellen Mathematik – Logik – entziehen.

Wahrheit, habe ich lange Zeit als etwas Absolutes angesehen – mit dieser Sichtweise allerdings Schiffbruch erlitten. Müssen wir unsere Definition von Wahrheit ändern? Letztlich nicht, ich bezweifle allerdings, daß wir uns um nötige Anpassungen und Veränderungen dauerhaft herumschleichen können. Ist das die Wahrheit oder einfach nur eine These, an einem friedlich-ruhigen Sonntagvormittag?


3038 Sonntage habe ich in meinem Körper bisher erlebt, und in meinem Elternhaus hat es an den Sonntagen selten ein Frühstück gegeben. Es ging also nüchtern in die Kirche. Dafür wurde schon so gegen 11:15 Uhr Mittag gegessen. Staub putzen war auch häufig angesagt. Wenn es gebratenes Schweinekotelett gab, wurde mir regelmäßig schlecht. Es ist Sonntag, 11:15 Uhr und aus meiner Küche duftet es herrlich nach frischem Brot.

Dinkel-Fladen (kein Hefen) … in Gußpfanne gebacken

Brot war in meinen Kind- und Jugendtagen noch etwas Besonderes. Wir waren keine finanziell reiche Familie. Ich war ein unruhiges Kind – sensibel und transluzent. Wenn ich mich still verhielt und einfach nur dasaß, sog es mich in die Unendlichkeit und mein Körper wurde oft kalt bzw. steinern. Ich kannte zwar nichts anderes, fühlte mich aber trotzdem nicht sicher. Ich wuchs in einer konstruktiven Ordnung auf.

Ordnung war in der Tat ein weiterer, wichtiger Aspekt in meiner Kindheit.
Ich habe vieles aus meinen Kinder- und Jugendtagen übernommen. Auf Kotlett und Kirche verzichte ich nahezu immer. Auf Staubputzen zu oft. Nicht zu Frühstücken – auch an Wochentagen habe ich übernommen. Es ist – allen Andersgläubigen zum Trotz – nicht die wichtigste Mahlzeit des Tages, sondern einfach nur eine Behauptung. Vormittags trinke ich sehr oft einfach nur reines Wasser.

Behauptungen werden zu oft als Wahrheiten maskiert. Einmal aufgestellt, dienen wir ihnen mehr, als sie uns. Wir lassen aber trotzdem nicht von ihnen ab. Wir glauben einer permanent wiederholten Behauptung/Lüge leichter, als einer Wahrheit – die uns das erste Mal begegnet. Besonders in etablierten Gemeinschaften ist das so. Alle Ausstehenden müssen erst einmal gereinigt und gerichtet werden.

„Nicht wirklich die Lehre des Herrn – oder!“

Wäre es nicht viel sinnvoller, einen Außenstehenden willkommen zu heißen? Sieht er nicht – durch seinen Abstand – ganz andere Aspekte? Wird die Wahrheit durch Außenstehende in Gefahr gebracht oder haben wir nur Angst, daß wir unsere Lügen gespiegelt bekommen bzw. mit ihnen auffliegen?

Sonntag

Zu einem frischen Brot schmecken Olivenöl, Zaziki und Salat. Immer wieder lese ich: „…auf Gurken und Youghurt solltest Du lieber verzichten. Es sind zwei der ungesündesten Lebensmitteln überhaupt!“
(the F-word) … but I love it! (no – not the F-word) Ist das die Wahrheit oder haben wir Menschen einfach vergessen, wie diese göttliche Beilage korrekt zubereitet wird?

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Zaziki – eine äußerst gesunde Beilage

Rezept für den Untergang

Unsere Gurken, werden mit Pestiziden gepäppelt, damit sie schön aussehen und wurden gezüchtet, damit sie nicht bitter schmecken. Sie werden in Plastik eingeschweißt, weil wir sie kontinental transportieren. Unser Joghurt wird immer schön warm gehalten, damit die High-Tech-Bakterien möglichst schnell mit der Umwandlung der Milch fertig werden. Schon während dieses Prozesses steht die Milch in Kunststoff-Bechern. Damit das weiß-saure Milchprodukt nicht vorzeitig seinen Geist aufgibt, muß es fortan gekühlt werden.
Bei uns zu Hause angekommen, hacken wir schlecht getrockneten Knoblauch, verwenden mit Rieselhilfen versehenes Natriumchlorid, gießen einige Tropfen gefiltertes und oft gepanschtes Olivenöl, unbekannter Herkunft, in die vorbereitete Masse und würzen das Ganze mit Spritzmittel-überzogenen Zitronen. Richtig – ich habe die Kräuter vergessen! Getrocknet und bestrahlt kommen Oreganum und Dill daher – manchmal noch etwas frische Petersilie.

Ganz ehrlich, … ich kann Demeter verstehen. Ich weiß natürlich nicht, ob die gute alte Mutter noch in den Olympioi herumlungert oder sich mit griechischem Wein beduselt und der Gleichgültigkeit frönt. Hätte ich ihren Job, würde ich einen mikrobiellen Schauer über das Treiben hier auf Erden niederrasseln lassen!“

Ich liebe die alten Griechen und ich liebe das Leben, … selbst in unseren eher bescheidenen Zeiten. Ich liebe die alten Griechen, weil ihre Götter, so herrlich menschliche Züge aufwiesen. Und das Leben liebe ich, weil ich in diesem Moment irgendwie gar nichts anderes habe und erkenne wie sinnvoll es ist, jede Sekunde auszuquetschen.
Zaziki ist auch heute noch gesund, … natürlich meine ich nicht jenen, fix und fertig zubereiteten im Familiy-Plastikeimer zum Sonderpreis!

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Salat und Oliven

Rezept – für die Wiederbelebung der Wahrheit

Joghurt – versuche mal welchen aus Bulgarien. Ein Unterschied wie Tag und Nacht! Gurken – immer biologisch und nimm die bitteren. Olivenöl – ungefiltert und in diesem Fall vielleicht aus Griechenland. Die Insuslaner auf Lesbos und Kreta produzieren grandiose Öle. Knoblauch – am besten ein paar Zehen in einen Blumentopf stecken und die grünen Spitzen benutzen. Zitronen – immer ungespritzt & biologiosch. Keinen Saft, sondern etwas griebene Schale. Kräuter – selbst ziehen oder biologisch und immer frisch. Alternativ kannst Du auch ein ätherisches Oreganum-ÖlSEHR vorsichtig – benutzen. Frischer Knoblauch und ätherische Öle sind ein Killer-Komando für fast alle Mikrobiellen. Ich träufele fast immer auch noch eine Spur Bor mit hinein, das überleben nur die uns wohlgesonnen Bakterien.

🙂

Rohkost – Licht für die Zellfunktionen

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Für Demeter personifiziert durch Christine – die gestern, alle Zutaten
direkt in mein Haus schleppte und meinem heutigen
Mittagessen, damit die Richtung gab.

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…m…