The Perfect Perfume

The Perfect Perfume

2. Oktober 2020 1 Von Michael Muschke

العطر المثالي

„Schon mein ganzes Leben werde ich von Gerüchen inspiriert und in Aufregung versetzt. Ich bin in guter Gesellschaft – wir alle werden durch Gerüche gesteuert. Sagen wir doch zum Beispiel: „…ich kann den Typ nicht riechen!“ – wenn wir jemanden nicht mögen? Das allerdings das wird auch durch das beste Parfüm nicht besser.

Unsere Leben begann nicht im Wasser und Zivilisation nicht am Äquator, … nicht nach meiner Auffassung. Sie wurzelt im Persischen Gold … dort, wo Euphrat und Tigris in den Golf fließen. Diskussionen darüber werden meistens von jenen hervorgerufen, die von Darwin und anderen sehr jungen Ideen geradezu blind überzeugt sind. Akzeptieren wir einfach – es gibt unterschiedliche Ansichten.

Fest steht, wir haben bei Ausgrabungen in jener Region (Mesopotamien) Schrifttafeln gefunden und diese sind – ohne jeden Zweifel – sehr alt. Sie legen ein recht aufschlußreich Zeugnis ab. Neuere Untersuchungen legen nahe, den Zeitpunkt viel weiter in die Vergangenheit zu verlegen, als bisher angenommen wurde. Interessenten sollten sich einmal mit diesem Thema auseinandersetzen (Zachria Sitchin). Zurück zum Parfüm.


Das Parfüm der Sumerer

Die alten Sumerer – so nannte sich seinerzeit dort dort beheimatete Volk – waren sehr weit entwickelt. Selbst heute – mit unseren Computern – reichen wir in bestimmten Bereichen immer noch nicht an die Fähigkeiten der Sumerer heran. Und … die Sumerer hatten auch schon ein Parfüm. Sie waren ganz eindeutig weiser als wir und benutzten ausschließlich natürlich vorkommende Aromen. Ich selbst forsche schon einige Jahrzehnte und halte das Kyphi – so wurde es genannt – für das erste, damit älteste und perfekteste Parfüm der Menschheit.

Parfüme waren in jener Zeit allerdings eher Räuchermischungen. Es gibt an dieser Stelle keinen klaren Konsenz, ich gehe aber davon aus, daß das Ur-Kyphi noch nicht flüssig war. Fest steht, die Ägypter haben das Kyphi übernommen und in ihrer Blütezeit weiterentwickelt und sehr wahrscheinlich auch destilliert. Geräuchert haben die Hohepriester zu allen möglichen Anlässen und es war diesen vorbehalten, die heiligen Stoffe zusammenzustellen.

In der näheren Vergangenheit kommen dann auch noch die Griechen ins Spiel. Spätestens hier wurd das Kyphi flüssig. Letztlich spielt es auch keine so große Rolle, wann aus den Harzen flüssige Öle abdestillirt wurden. Heutzutage benutzen wir unsere Parfüme zum größten Teil als flüssige Variante oder in Form von feinen Pulvern … was zum Beispiel in Japan alte Tradition hat.

Auf meiner Suche nach dem perfekten Parfüm, landete ich also unweigerlich beim Kyphi. 1997 goß ich meine erste, eigene Komposition … welche im übrigen auch jene sieben Stoffe enthält, die in jeder heiligen Räuchermischung zu finden sind. Weihrauch (Boswellia), Myrrhe, und Styrax gehören dazu. Sechzehn Haupt-Komponenten sollen es gewesen sein und man geht heute davon aus, daß es noch eine ganze Reihe Steuerstoffe gegeben hat. Seinerzeit war es – wie bereits erwähnt – den Hohepriestern vorbehalten, diese Mischungen zusammen- bzw. herzustellen. Verstöße wurden entsprechend geahndet und endeten für Abtrünnige nicht selten mit dem Tod.

Der Stoff, aus dem die süßen Träume sind

Mein erstes Kyphi entstand in einem Zeitraum von mehreren Wochen und das Mischen wurde durch astronomische und astrologische Aspekte bestimmt. Die wirklich herausragenden Parfüme werden auch heute noch nicht einfach nur zusammengegossen und so lange geschüttelt, bis sie den gewünschten Geruch hervorbringen. Wirklich großartige Parfüme sind nichts anderes als komplexe Heilmitte … Kyphi is pure medicine!

Ich habe immer noch einige Milliliter von meinem ersten Kyphi und wünschte es wären einige Liter! Der Duft es sehr gereift und wunderbar balsamisch. Es flutet die Aura und hängt viele Stunden in ihr. Es ist allerdings viel zu kostbar, um es sichpur auf die Haut zu streichen. Sinnvoller sind kleine Phiolen (Bild oben) zu benutzen, die Du dann an einem Leder- oder Baumwollbändchen trägst. Durch die Körperwärme entweicht dann ein wenig vom kostbaren Gut und begleitet Dich durch den Tag. Das hat auch den Vorteil, daß die Kleidung weitestgehend verschont bleibt … das Parfüm ist durch die Jahre fast wieder in seinen ur-harzigen Zustand zurückgewandert.

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Heute werden Parfüme in großen Mengen hergestellt. Sie enthalten nicht selten sehr frag-würdige Komponenten. Von den Befürwortern dieser chemischen Mixturen wird oft behauptet, daß die Parfüme ja nicht eingenommen werden und daher nicht schädlich sind. TUB 5 Mit den alten Parfümen haben diese Parfüme nichts gemein. Wer schon einmal ein Parfüm verkostet hat, welches den alten Standards zumindest nahekommt, erfaßt augenblicklich wieso.

So hat sich in den letzten Jahren auch eine Sparte, die mit natürlichen Parfümen aufwartet, geformt. In den arabischen Ländern hat es natürliche Parfüme immer gegeben und es gibt diese auch heute noch. Ob Du es glaubst oder nicht, selbst mit diesen natürlichen Parfüms werden jedes Jahre Milliarden verdient. Es gibt als eine beachtliche Nachfrage … obwohl die Edel-Stoffe nicht für ein paar Euros zu haben sind. Der dadurch in Gang gesetzte Raubbau an Rohstoffen hat dazu geführt, daß wieder Arten vor dem Aussterben bedroht werden. Parallel zu dieser Entwicklung scheint es schon fast sinnvoll und gerechtfertigt, lieber auf chemische Komponenten zurückzugreifen. Für mich ist der bewußte Umgang auch in diesem Beispiel die wirkliche Alternative.

Fortsetzung folgt

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