Freude & Wahn – des Reflektierens

Freude & Wahn – des Reflektierens

13. Januar 2021 0 Von Michael Muschke


„Die Kunst – im Besonderen das Schreiben – hilft mir
meine Erfahrungen zu bewältigen. Darüber
hinaus hoffe ich, jeden Interessierten
dazu zu ermutigen, Erfahrungen
zu suchen.
Bist Du unter Druck
geraten, nutze es so kreativ wie möglich!“

Letztlich ist vollkommen klar mit meinem Vorgehen komme nicht weiter. Es aber nicht zumindest zu versuchen, würde mich mich in Alternativ-Losigkeit verfrachten. Vollkommen und inakzeptabel!

Ich bin verrückt nach Grenzerfahrungen, liebe O.B.E.’s – in beiden Varianten – und alles, was intensiv bzw. nicht wirklich zu erklären ist. Gott hat sich einen riesigen Spaß mit mir erlaubt und ich bin ›Ihm‹ nicht böse – heute nicht mehr. Er hat mich als Wissenschaftler auf den Weg geschickt und mir ein Herz mitgegeben, daß Romantik, Poesie und die Transzendenz liebt. Wie soll daraus etwas Sinnvolles geboren werden? Ich habe es noch nicht herausgefunden, aber es ist seine Schöpfung und das ›Nummer Eins Entertainment‹ schlechthin!

Gott liebt sein Unterhaltungsprogramm, – sagen die Religionen – und alles in ihm Enthaltene. In den Grenzerfahrungen habe ich etwas davon wahrnehmen können und mit dem Fortgang der linearen Abläufe entwickelte ich meine Projekte. Ich lerne, lerne und lerne. Um ehrlich zu sein auch Projekte bringen mich nicht richtig voran wirklich – außer, wenn sie in Grenzerfahrung hineinführen … was sie gelegentlich tun – und/oder Überschreitungen hervorrufen.

Grenzerfahrungen setzen das Ego auf den Punktwert und die Wahrnehmung eilt ihrer Bestimmung entgegen – wird frei für die Unendlichkeit. Zeit – ein lineares Phänomen – folgt in Grenzerfahrungen nicht dem gewohnten Lauf. Mein Wesen sucht den Ereignishorizont, den Wert, kurz bevor der ›Point of no Return‹ erreicht wurde. Maße mit Lichtgeschwindigkeit durch den Raum bewegen – kurz vor dem Orgasmus so lange wie möglich verweilen – ihn nie erreichen! Wir sollten Zeit in Qualität messen bzw. bewerten nicht aber Sekunden und Minuten zählen!

Ich finde in Grenzerfahrungen, wonach es mich dürstet Inspiration, Freiheit – Liebe. Stirbt jemand oder geht er anderweitig verloren, fühle ich den emotionalen Raum größer werden aber er fühlt sich in der Regel zunächst einmal leer an. Die Berührung mit dem Tod zwingt mich dazu, mein irdisches Dasein bzw. meinen Körper zu realisieren. Es fällt mir immer noch schwer – verstehe immer noch weniger, als ich begreife. Liebe – ist so viel eindeutiger und klar! Das irdische Dasein oft eine Last. Seltsam nur: Obwohl mit den Jahren die Leere zugenommen hat, finde ich mich in einem Ozean wieder. Es ist ein Ozean der Liebe, in welchem mein Intellekt mehr und mehr – ohne jegliche Kontrolle – hin und her geworfen wird. Es scheint meine Bestimmung zu sein, diesem Prozeß dem Vorrang zu geben. Ich fühle mich wohl damit und halte es ohnehin nur für eine Illusion anzunehmen, real Kontrolle ausüben zu können. Manchmal liebe ich mein warmes Bett am Morgen mehr, als dem kalten Ruf des Tages zu folgen. allerdings: Mein Spiegelbild lächelt sehr viel öfter – ohne irgendeinen triftigen Grund.

Kunst bzw. kreativer Selbstausdruck beflügeln mein Dasein,… in welchen die Reflexionen der Erfahrungen, Erkenntnisse aus der Vergangenheit und Wünsche an die Zukunft zu einer kohärenten Einheit verschmelzen.

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Beitragsbild: Sonnenuntergang Giani Pralea (Rumänien)