Art

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Mit den Augen der Kunst

„Kunst hat nur eine einzige Aufgabe – sie soll der Transzendenz Farbe, Form & Gestalt verleihen. Wie Heilung nicht der eitlen Selbstdarstellung des Heilers dient, darf ein Künstler sich niemals über sein Werk stellen. Kunstwerke sind für jene, die sie betrachten, wählen und lieben. Besonders in unserer Zeit sollten Heiler & Künstler sich daran erinnern, daß sie primär Werkzeuge sind. Sie sollen dafür sorgen die Balance zwischen Weltlichem & Göttlichem wiederherzustellen bzw. aufrechtzuerhalten.“

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Das Photo entstand in einer spotanen Session, im Dezember 2014 (Model: Nicola P.)

Eine wesentliche Frage, die sich jeder Kunstliebhaber irgendwann stellen sollte: „Sieht der Künstler das Objekt so, wie er es darstellt? Bin ich als Betrachter in der Lange, meine eigene Bewertung so weit hintenanzustellen, daß ich in die Position versetzt werde, die Inspiration – welche den Künstler leitete – wahrzunehmen?“

„Wenn es darum geht sichtbar-werden-zu-lassen, wie ich Kunst verstehe, ist die Photographie als Werkzeug meine allererste Wahl. Doch die vollkommen natürliche Spiegelung eines Motivs hat mich nie wirklich interessiert. Als Künstler möchte die Dinge – zumindest eine Spur – mitgestalten. Möchte – aus Neugier und Lust – dem Natürlichen einen zarten Hauch Künstlichkeit einweben – um den drei Dimensionen ihren Ursprung zurückzugeben. Niemals ist unsere eigene Sicht die einzige und schon gar nicht die wahre oder richtige. als Künstler fördere ich sowohl das Individuelle aber verweise aber auch auf den universellen Wert des Betrachters. Ich sehe die Körper und das transzendentalen Gewebe. Sie hängen, schweben oder bewegen sich in einem Feld aus Energie. Sie sind – für mich unerklärlich – dasselbe, wie der Raum, in welchem sie sich bewegen bzw. die Energie, aus welcher sie bestehen. Dies in irgendeiner Weise erfahrbar werden zu lassen, raubt mir oft die Nächte, … treibt mich allerdings auch aus der Öde des Gewohnten.“

Herzlich willkommen. Mit den Augen der Kunst: Hier werde ich ein wenig über meine Sicht für die Kunst und die verschiedenen Bereiche meiner kreativen Arbeit berichten. Alle Schriften, Photos und Abildungen sind urherberrechtlich geschützt. Du benötigst mein schriftliches Einverständnis, wenn Du diese in irgendeiner Form verwenden möchtest.

Wenn ein Mensch keine Aufmerksamkeit für Kunst besitzt, wird das verschiedene Gründe haben. Heute ist einer der wesentlichsten, daß eine kleine Gruppe Reicher so tut, als wäre Kunst für sie reserviert. Im Dunst dieser Idee hat sich eine geradezu inzestuöse Gemeinschaft gebildet, die Kunst als Status-Abgleich benutzt. Ich arbeite daran, das Kunst wieder als das verstanden wird, was sie sein soll, … eine Möglichkeit – dem Ausdruck maßlos-wundervoller Lebensfreude – seinen rechtmäßigen Platz zu verleihen. „Wo steht geschrieben, daß ein Familienvater weniger von Kunst versteht, … nur weil er sich einen Picasso, Van Gogh oder Monet nicht leisten kann? Die wahren Kunstliebhaber sind Kinden. Ihnen ist es vollkommen schnuppe, was ein Bild kostet.“

Wenn mich jemand ganz allgemein fragt, was mich an der Kunst am meisten interessiert, sage ich: „Mit dem künstlerischen Selbstausdruck kann ich meine Sensibilität und Verletzlichkeit uneingeschränkt zulassen. Im zwischenmenschlichen Bereich gelingt mir dies im Regelfall mit Kindern. Ich empfinde es als recht schwierig, mich zurückzuhalten, … sehe aber natürlich auch die Notwendigkeit, den Vorgaben der Gesellschaft gerecht zu werden. Ohne die Kunst wäre es, als würde mir der Sauerstoff zum Atmen fehlen.“

Brücke in Bratislava 2007 (im eigenen Besitz)

Gott ist ein Künstler … der Künstler schlechthin!

Ich habe ganz unterschiedliche Ausdrucksformern kennengelernt bzw. studiert. Eine akademische Ausbildung bin ich nicht durchlaufen, … glaube, daß ein bewußt geführtes Leben mehr Ausbildung darstellt, als eine akademische Ausbildung je sein kann.“

In diesem Sinne verstehe ich die Natur als besten Lehrmeister überhaupt. Wir fahren jedes Jahr in den Urlaub, besuchen Strände – wandern über sie hinweg – ohne sie zu sehen oder wahrzunehmen. Bemerke ich die damit verbundene Oberflächlichkeit, kommt Unbehagen in mir auf. Sehr häufig entstehen so intensive Projekte. Der Sand, von den Stränden die ich besuchte, zeichnet nicht nur ein Bild von meinen Reisen. Er ist vor allem auch meine Art und die Möglichkeit, mich vor der Göttlichen Mutter immer wieder einmal zu verneigen. Nie wird ein Künstler auch nur ansatzweise ein Werk erschaffen, welches der subtilen Abstimmung der Sandstrände dieser Welt auch nur nahekommt, … hat Sie doch Millionen von Jahre Vorsprung in Sachen Erfahrung.

Die südlichen Sand (Kreta, Teneriffa, Ägypten … Philippinen)


„Meine Rückkehr in die Kunst war eine klare und gut vorbereitete Angelegenheit, … deshalb aber nicht weniger intensiv. Jetzt sind fast drei Jahre vergangen und ich beginne mein Leben wieder zu genießen. Ich benötigte diese Zeit, um mich von meiner alten Vorgehensweise zu lösen , zu trauen und bewußt zu reflektieren. Es war kein leichte Zeit – trotz Freunde – dachte oft: Vielleicht sollte ich die Zeit einfach als ›Midlife-Crisis‹ sehen.“

🙂

„Spaß beiseite! Es handelte sich eher um eine Spirituelle Krise. Ich war über die Jahre krank geworden und hatte damit nicht gerechnet. Natürlich war mein Anspruch sehr hoch – als Heiler darf man doch nicht krank sein – oder vielleicht doch? Alle Schamanen gehen in ihrer Entwicklung durch Krisen. Heute sehe ich meine Krise als einen Hinweis des Universums. Es steht ganz außer Frage, daß ich nun ein besserer Heiler sein kann, als jemals zuvor und was noch viel schöner ist, … ich muß meiner Seele den Genuß – künstlerisch tätig zu sein – nicht mehr vorenthalten. Es mag seltsam anmuten, aber das war mir vor einigen Jahren nicht möglich. Ich hatte mich in meinem selbstgewobenen Netz aus Vorstellungen, Erwartungen und Aufgaben vollkommen verstrickt.

Wir haben uns daran gewöhnt zu funktionieren, … sehen tatenlos zu, wie unsere Kinder mental & emotional kastriert werden. Schlimmer noch – wir unterstützen diesen Prozeß! Aus Feigheit & Angst, daß unsere Sprößlinge in der Gesellschaft keinen Platz finden, tun wir, was uns rund um die Uhr eingebläut und suggeriert wird. Glücklich-sein gehört ganz nach oben auf unsere TOP-Liste – besonders wenn es um unsere Kinder geht! Als Heiler hatte ich nur sehr geringen Einfluß ob meine Aktivitäten zu einem Erfolg wurden. Die meisten Mensch wollen genauso bleiben wie sie sind, … eben einfach nur wieder gesund-werden. Well – TUB again.

„Mit meinem ersten großen Projekt, habe ich regelrecht meine Selbstheilungskräfte aktiviert. Mehr als 30 Jahre hatte ich meinen Wunsch – mir selbst eine Raku-Tee-Schale zu formen – zurückgestellt.“

16.03.2018 (weißer Ton 20% Schamott – ca. 930°)

……

Nach knapp drei Monaten hielt ich schließlich eine Schale in den Händen, die meine Seele beglückte. Mittlerweise sind es ein paar mehr und was noch viel grandioser ist, … es gibt schon ein paar Menschen, die ihre Seele offensichtlich auch mit meinen Raku-Schalen beglücken. Einige haben zuvor nie Tee getrunken und sind ganz erstaunt, wie belebend dieses Uralt-Getränk der Menschheit ist. Wundern sollte es uns nicht: Heißt doch Raku – stlle Freude.

Einmal abgesehen von dem Erfolg, welchen ich mit meinem Projekt habe, ist die daraus gewonnene Lehresehr wertvoll. Es spielt keine Rolle, was wir unser ganzes Leben angestellt haben. Wenn wir uns dazu entscheiden, Veränderungen einzuleiten, kann innerhalb kurzer Zeit unser altes Leben vollkommen in Vergessenheit geraten. Und für alle Raku-Experten, … ich brenne mittlerweile auch Raku-Schalen aus Schamott-losen Ton und verzeichne weniger als 5% Ausschuß 🙂

14. Brand 16.02.2018 (weißer Ton 10% Schamott)