Aroma-Therapie

Aroma-Therapie

19. Februar 2021 0 Von Michael Muschke


„Neben Zuwendung und täglichen Meditation-Übungen,
ist die Aroma-Therapie wahrscheinlich
die wichtigste Heil-Maßnahme in
unserem Leben.“

Aroma-Therapeuten gibt wie Sand am Meer und mittlerweile werden auch speziell ausgerichtete Seminare angeboten, um den Therapeuten – bzw. jenen, die es werden wollen – ein Grundgerüst an Wissen mit auf den Weg zu geben. Das ist eindeutig ein Fortschritt … denn so kann der Hilfesuchende schon einmal ein Bißchen abwegen, ob er es mit einem Fachkundigen zu tun hat oder vielleicht besser gleich weiter wandert. Der Weisheit letzter Schluß sind erworbene Zertifikate natürlich auch noch nicht. Perfektion wird selten erreicht – hier auf Erden.

Als traditioneller, philippinischer Heiler bin ich natürlich auch mit den duftenden Stoffe in Berührung gekommen. Um ehrlich zu sein, sind duftende Essenzen seit 50 Jahren meine ständigen Begleiter. Jene, die meine Blogs regelmäßig aufsuchen und studieren, wissen das natürlich. Jene, die mich persönlichen kennengelernt haben, mußten oder durften ganz sicher auch in zart-markant-ätherische Wellen hineintauchen.

Seit einem Jahr stocke ich meine Bestände auf und wenn ich nicht ohnehin schon verliebt gewesen wäre … spätestens jetzt würde ich mich willig ergeben.
Vor einigen Tagen erreichten mich zwei edle Duft-Vertreter in 250 Milliliter-Containern. Sie kamen über Umwege aus Indien, wurden dann ordentlich versteuert und breiten sich nun rücksichtslos-mächtig in meinem Zuhause aus. Die letzten beiden Nächte haben sie meinen Geist transzendieren lassen und meinen Körper in Dauer-Erregung versetzt. Beide Öle sind von der raren Sorte und seit Jahrtausenden als Heil- bzw. Duftstoffe in Gebrauch.

Blue Lotus (Nymphaea caerulea) – eigentlich eine Seerose – ist wahrscheinlich die, für Aroma-Therapeuten wichtigste Essenz überhaupt. Auf jeden Fall ist es DAS Tonikum Nummer Eins in der Welt und wer diesen Duft noch nicht kennt, sollte dies dringend nachholen. Allerdings muß man wirklich bewußt und aufmerksam mit diesem Stoff umgehen. Anderenfalls verpaßt man sich eine Überdosis und liegt für einige Stunden abwesend-lächlend und mit Silberblick, in einer Wolke aus Glückseligkeit. Aber … genau dafür läßt er sich LEGAL und gut verwenden. Ähnlich wie Cannabis versetzt er seine User in eine friedlich-entspannte Stimmung – ohne die schrägen Nebenwirkungen, wie sie vom ›noch-nicht-legalen‹ Cannabis allgemein bekannt sind.

Bei dem zweiten Öl handelte es sich um Sandelholz aus Mysore (Indien). Es ist viel brühmter als der ›Blaue‹ und leider durch jahrlangen, unkontrollierten Raubbau in Gefahr geraten. Was aber fast noch schlimmer ist hat damit zu tun, wie dieses kostbare Öle heute gewonnen wird. Den Experten ist es längst bekannt aber Laien und Liebhaber träumen meist noch. Die Qualität jedes Öls hängt nicht nur vom Eingangsmaterial ab. Vielmehr wird es ganz entscheidend durch die Verarbeitung mitbestimmt. Schnell Geld zu verdienen … fast immer auch ein Garant dafür, die Qualität des Produktes zu begrenzen.


In meiner Jugend gehörte Sandelholz schon zu meinen Lieblingen und über die Jahre mußte ich miterleben, wie die Qualität abnahm. In Anbetracht des zudem stetig steigenden Preises und der abnehmenden Qualität, hatte ich jahrelang kein Sandelholz mehr erworben. Schließlich gingen meine Vorräte im letzten Jahr dann ihrem Ende entgegen.
Jenes, welches vor einigen Tagen bei mir strandete, besitzt die Qualität aus meinen Jugendtagen. Es ist zwar noch jung – anders als ich – aber bekommt bei mir die Gelegenheit, in den nächsten Jahren heranzureifen.

Die goldenen Regeln der
Aroma-Therpeuten

+ Wenn möglich, benutze immer ›Absolue-Varianten‹. Standard-Destillate repräsentieren nur einen sehr kleinen Ausschnitt einer Pflanze. Ein echtes Absolue hingegen wird aus allen relevanten Teilen einer Pflanze extrahiert. Allein der Geruch kommt der Pflanze viel näher. Mehr als das ist das Wirkungsspektrum viel weiter ausgebreitet.

+ Auch die Extraktions-Mittel sollten biologischer Herkunft sein. Natürlich können wir heute die Extraktions-Mittel weitestgehend wieder entfernen ABER … eine energetische Spur bleibt immer zurück! Es ist ein schmaler Grat und auf den Daten-Blättern werden nur Stoffe, nicht aber energetische Informationen und Signaturen aufgeführt.

+ Es sollte kalt (ohne Wäremzufuhr) extrahiert werden.

+ So verführerisch es auch sein mag, endlos viele Essenzen zur Verfügung zu haben, die grandiosesten Therapeuten arbeiten fast immer nur mit einigen wenigen Essenzen.

+ Die Lagerung von ätherischen Essenzen ist ein sehr wichtiger Aspekt. Sehr viele Top-Essenzen entwickeln ihr Geruchs- und Wirkungsspektrum erst nach vielen Jahren oder gar Jahrzehnten.

+ Auch in Bezug auf die Lagerung kommen die Extraktionen besser weg, als Destillate. Das liegt ganz einfach an den Harz-Komponenten, welche den Destillaten nahezu vollkommen fehlen.

+ Eine gute Aroma-Therapie sieht ein ›Parfüm‹ vor. In diesem Zusammenhang wird noch einmal gravierend sichtbar, auf was für einen Hilzweg wir uns gerade befinden … sind doch die heutigen Parfüme fast allesamt auf chemische Verbindungen aufgebaut!

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Beitragsbild: Attar Mohammad Rasheed (Syrien)