30-10-20-20

30-10-20-20

30. Oktober 2020 0 Von Michael Muschke


Oje, der erste Monat ist schon vorüber!

Was hat Dein letzter Blog mit ›Tee-Beutel
und Schalen‹ zu tun?

Eine durchaus berechtigte Frage. Ich hätte eine schlaue Antwort geben können, bin aber stattdessen einen anderen Weg gegangen.

Die japanischen Zen-Meister sagen:

„Wer nichts mehr hat, der hat
wenigstens noch
Tee.“

Sie schätzen Tee also sehr hoch und natürlich kann Tee mehr sein, als ein Erfrischungsgetränk, wie wir von den Zen-Meistern lernen.
In der Tat, scheint unser Leben viele Fragen aufzuwerfen, die zunächst einmal unbeantwortet bleiben. Was haben Tee-Beutel und Schalen also mit der Struktur von Veränderungen zu tun? Tee-Trinken ist bei Tee-Liebhabern ein Synonym für eine kurze Auszeit. Während einer Auszeit besteht die Möglichkeit zu reflektieren … wir sammeln uns. Altes soll ein Ende finden.


95 Prozent unserer Zivilisationskrankheiten haben direkt oder indirekt mit dem Tatbestand von Verdauungsstörungen zu tun. Wir halten ›altes‹ fest und tun so, als könnten wir trotzdem etwas ›neues‹ erfolgreich angehen. Das gleicht einen Koch, der seinen edlen Topf schon wieder mit frischem Gemüse füllt, bevor er ihn von den Resten der letzten Suppe gereinigt hat. Nach ein paar Jahren spielt es keine Rolle mehr, was der Gute so zusammen-köchelt … es ist alles ungenießbar.


Wir leben wie unser beispielhafter Koch. Bevor der Körper die letzte Mahlzeit verdauen konnte, werfen wir schon wieder Material hinein. Oft genug handelt es sich dabei um totes Zeug, OHNE jeden Nährwert. In der Musik nennen wir ein solches Vorgehen ›Kakophonie‹ … Töne und Klänge außerhalb jeglichen Kontexts und Rhythmus.

Zum anderen beschreiben die Verse die Dynamik der Transzendenz. Wir unterscheiden vier Phasen einer Transformation.

+ In der ersten erleben wir das Ende eines alten Zustandes

+ Gefolgt von ruhevoller Wachheit.

+ Danach erscheint die Wechselwirkung. In dieser werden, die aus dem voran-gegangenen Zustand gesammelten Erfahrungen, mit dem gewünschen neuen Zustand verglichen bzw. aufeeinder abgestimmt. Es handelt sich dabei um einen, über das Bewußtsein koordinierten Abgleich.

+ Wenn dieser (Verdauungs)Prozeß korrekt durchlebt wurde, also abgeschlossen ist, erleben wir das ›JETZT‹ ohne Vorbelastungen und können uns frei auf den gerade stattfindenden, neuen Zustand einlassen.

Der Bezug zu …: Das Problem ist also nicht, daß wir in unserer Zeit mehr als einmal heiraten, sondern daß wir das Chaos aus der vorangegangenen Beziehung, mit in die neue hinüber-schleppen.

Wir essen nicht nur viele, ungesunde Dinge, wir mißachten vor allem die notwendigen Ruhephasen, nach der Verdauung.

Wenn Musiker so vorgehen und Akkorde, Phrasen und Soli willkürlich und außerhalb jeglichen Kontexts spielen, besuchen wir ihre Auftritte wahrscheinlich nur ein einziges Mal

🙂

Es gibt tatsächlich ein Gleichnis in unserem Körper, in welchem diese Art Willkür beobachtet werden kann – bei Krebsgeschwüren.

Auch interessant: Wenn man einen Zellschnitt durch einen Tumor photographiert und diesen mit einem Photo von einer Super-Großstadt aus 8.000 Kilometer Höhe vergleicht, fällt einem sofort die strukurelle Ähnlichkeit auf.

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…m…